LEADER - Methode und Förderschiene

Die LEADER-Methode wurde seit 1994 in insgesamt drei LEADER-Periode (LEADER I, LEADER II, LEADER+) entwickelt und besteht aus folgenden 7 Elementen:

  • Der territoriale Ansatz: LEADER-Regionen sind abgegrenzte, geographisch zusammenhängende Gebiete, deren Gemeinden sich auf verbindliche Weise zu einer langfristig angelegten Entwicklungspartnerschaft verpflichtet haben. Deren Basis sind die lokalen und regionalen Besonderheiten der teilnehmenden Gebiete.
  • Der partnerschaftliche Ansatz: LEADER-Regionen werden von lokalen öffentlich-privaten Partnerschaften gesteuert. An diesen sind sowohl die lokale und regionale Politik als auch die regionale Wirtschaft und die Zivilgesellschaft beteiligt.
  • Der Bottom-up-Ansatz: Bottom-up bedeutet, dass die Strategien und die Projekte in den Regionen entwickelt und nicht von externen Planungsstellen und Organisationen aufgesetzt werden. Zudem gewährleistet dieser Ansatz eine Entscheidungsbefugnis für die lokalen Aktionsgruppen - die LAG entscheidet, ob ein Projekt der regionalen Entwicklungsstrategie entspricht und im Rahmen von LEADER umgesetzt werden soll oder nicht. Die endgültige Förderentscheidung trifft aber immer die zuständige Förderstelle.
  • Der multisektorale Ansatz: Damit ist eine sektorübergreifende Konzeption und Umsetzung der Strategie, die auf dem Zusammenwirken der AkteurInnen und Projekte aus den verschiedenen Bereichen der lokalen Wirtschaft beruht, gemeint.
  • Der innovative Ansatz: Neues versuchen – gewohnte Wege verlassen. Mit Kreativität, Phantasie und Risikobereitschaft sollen für die Region neue Ideen und Projekte aufgegriffen, entwickelt und realisiert werden.
  • Kooperation: Entwicklung und Umsetzung nationaler und transnationaler Kooperationsprojekte.
  • Vernetzung: Nationale und europäische Vernetzung und Erfahrungsaustausch.

LEADER als Förderschiene

In der neuen LEADER-Periode ist eine Vielzahl an nationalen Förderstellen an der Umsetzung von LEADER beteiligt. Diese haben den Auftrag, mindestens 5 % der für die gesamte ländliche Entwicklung in Österreich vorgesehenen Gelder über LEADER-Projekte umzusetzen, und sind bezüglich dieses Ziels ihren jeweiligen politischen Vorgesetzten verantwortlich.

Dass diese Vorgabe mitunter bedeutet, den multisektoralen und innovativen Aspekt der LEADER-Methode seitens der LAGs nicht überzubewerten, liegt auf der Hand. Dennoch gilt es, in diesem Spannungsfeld hohen Wert auf entsprechende Qualität zu legen und gleichzeitig ein möglichst strategisches Vorgehen bei der regionalen Entwicklung zu sichern.