Unser Zugang zur Regionalentwicklung
Der pragmatische Weg in der LEADER-Region Wachau-Dunkelsteinerwald
Die LEADER+-Region Weltkulturerbe Wachau hat bewiesen, dass auch mit einem kleinen, aber feinen Förderprogramm eine große Anzahl an innovativen und für die Region und deren BürgerInnen sehr wichtigen Projekten verwirklicht werden konnte.
Folgende Faktoren waren dafür besonders bedeutsam und werden daher auch in der laufenden Arbeit berücksichtigt:
- Regionalentwicklung im Fokus: LEADER ist eine sehr wichtige und erfolgreiche Methode und Förderschiene, aber letztlich auch nur eine von vielen für die Entwicklung einer Region bedeutsamen Ansätzen. Wichtig ist, dass all jene Projekte verwirklicht werden, die einen wichtigen Beitrag zur regionalen Entwicklung leisten, unabhängig davon, auf welche Weise sie finanziert werden.
- Ausgezeichnete finanzielle Ausstattung: Die Mitgliedsgemeinden der LEADER-Region Wachau-Dunkelsteinerwald zahlen einen sehr hohen Pro-Kopf-Beitrag an Mitgliedsbeiträgen an die regionalen Vereine. Dies ermöglicht einer ausreichenden Anzahl von fachlich versierten Personen, ohne allzu große Rücksicht auf dahinter liegende Budgets der Region jenes Maß an Service anzubieten, das nötig ist, um die laufenden Projekte bestmöglich und effizient umzusetzen. Finanzielle Unterstützung für zentrale regionale Projekte kann kurzfristig und ohne zusätzliche Schleifen dort erteilt werden, wo es notwendig ist.
- Mosaikartiger Zugang: Jedes qualitativ hochwertige Projekt, das den regionalen Zielen dient, dient der Regionalentwicklung - unabhängig davon, ob es von einer gesamtregionalen Kooperation oder von einem Einzelbetrieb getragen wird. Eine Vielzahl von Teilstrategien ermöglicht, fast jedes Projekt in den gesamtregionalen Kontext einordnen zu können, lässt aber gleichzeitig ausreichend Platz für notwendige Unschärfen und laufende Adaptierungen von eingeschlagenen Entwicklungswegen. So werden die regionalen Ziele zwar nach wie vor auf klare und nachvollziehbare Weise verfolgt, aber nach Maßgabe von laufenden Veränderungen im regionalen Netzwerk sowie von übergeordneten Entwicklungen und Trends. Das gesamte System hat so die Möglichkeit, laufend an den Aufgaben zu wachsen und zu lernen.
- Flexibilität: Erfolgreiche Arbeit für die Region erfordert keine Bürozeiten und Amtsstunden, sondern überdurchschnittlich engagiertes und selbstverantwortliches Handeln aller MitarbeiterInnen. Das Wachaubüro ist räumlich und personell danach strukturiert. Der Informationsaustausch innerhalb der Büros erfolgt auf möglichst nicht formalisierte Weise, durch laufenden Austausch und in gemeinschaftlichen Zimmern mit offenen Türen. Das ermöglicht uns, uns so rasch wie möglich um Ihre Anliegen kümmern zu können. Akute Probleme können so sofort erledigt werden. Wir haben damit auch die Möglichkeit, so viel wie nötig vor Ort, draußen in der Region zu sein.
- Arbeiten im Netzwerk: Zentralistische Zugänge in der Regionalentwicklung scheitern. Keine Institution im Rahmen der regionalen Entwicklung kann einen so umfassenden Zugang zur Wirklichkeit vorweisen, dass sie nicht auf die selbständige Arbeit von vielen Partnern angewiesen ist, die nach Möglichkeit die eigenen Entwicklungsvorstellungen nicht konterkarieren sollen. Laufende Kommunikation und Information ermöglichen gemeinsames Lernen und das Nutzen der Stärken der PartnerInnen im Sinne der gemeinsamen regionalen Ziele.
Erfolge
Im Zuge ihrer bisherigen Arbeit erhielt die Region einige Auszeichnungen, die uns gleichzeitig in unserem Ansatz bestätigen, aber auch zu konsequentem Weiterarbeiten im Sinne der Wachau, aber auch des Dunkelsteinerwaldes verpflichten:
- Sanierung und Wiederbelebung des Naturparks Jauerling-Wachau von Null weg hin zu einem der aktivsten und modernsten Naturparke in Niederösterreich.
- Auszeichnung eines Teilprojekts von LIFE Natur Wachau, der Vernetzung der Donaunebenarme in Rossatz und Rührsdorf mit dem Hauptstrom, mit dem Dr. Erwin Pröll-Zukunftspreis ("Meilenstein").
- Auswahl eines LIFE-Folgeprojekts an der Donau und der Pielach als nur eines von zwei im Jahr 2009 ausgewählten LIFE+-Projekten in ganz Österreich.
- Auszeichnung der Wachau als "Best Historic Destination" weltweit und höchste Punktebewertung in der Geschichte sämtlicher "Stewardship Ranking"-Bewertungen durch das amerikanische National Geographic Traveler Magazin im Jahr 2008.
- Zusage von 20 Mio. EUR im Rahmen des strategischen Projekts "Wachau 2010plus" zur weiteren nachhaltigen Entwicklung der Wachau durch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.
- Berufung des Geschäftsführers als Gastdozent an die TU Cottbus (Deutschland) als Lehrveranstaltungsleiter für "Practical Training in Heritage Management" im Rahmen des postgradualen und europaweit einzigartigen Master-Studiengangs "World Heritage Management".