KLAR!-Region Wachau-Dunkelsteinerwad-Jauerling

gefördert durch den Klima- und Energiefonds
gefördert durch den Klima- und Energiefonds

19 Gemeinden bilden seit April 2021 die KLAR!-Region Wachau-Dunkelsteinerwald-Jauerling. KLAR! steht für KLimawandel-AnpassungsmodellRegion. Dies bietet die Möglichkeit die Region auf den Klimawandel vorzubereiten, mittels Anpassungsmaßnahmen die negativen Folgen des Klimawandels zu minimieren und die sich eröffnenden Chancen zu nutzen. Durch die Zusammenarbeit der Regionalentwicklungsinstitutionen Welterbegemeinden Wachau, ARGE Dunkelsteinerwald, Naturpark Jauerling-Wachau und LEADER-Verein Wachau-Dunkelsteinerwald wurde eine vielseitige und in der Region gut verankerte Basis für Aktivitäten zur Klimawandelanpassung gefunden. Erste Infoveranstaltungen finden bereits heuer statt. Bis Herbst 2021 wird ein Anpassungskonzept mit einem Maßnahmenkatalog erarbeitet, der in Folge ab 2022 umgesetzt wird.

Der Klimawandel betrifft uns alle

© eNu
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Klimaschutz ist eines der wichtigsten Themen unserer Zeit, denn der Klimawandel ist längst im Gange. Wir sind alle aufgefordert, bei unserem Handeln und unseren Entscheidungen den Blick auf unsere Umwelt zu schärfen. Veränderungen des Klimas betreffen weit mehr Bereiche unseres Lebens, als man auf den ersten Blick erkennen mag. Daher soll der Fokus in der Arbeit der KLAR!-Region auf den Themen Weinbau, Tourismus, Mobilität, Forstwirtschaft, Ackerbau und Naturschutz liegen.

Neben der Eindämmung der Treibhausgase, die besonders unsere Infrastruktur (Verkehr, Energie) zur Anpassung zwingt, werden auch die Land- und Forstwirtschaft durch Naturkatastrophen wie Temperaturextreme, Starkregenereignisse oder Trockenheit gefordert. Ein großer Teil der Wertschöpfung unserer Region stammt aus dem Tourismus. Selbst hier wirkt sich der Klimawandel aus, denn Niederwasserstände beeinträchtigen die Schifffahrt, vermehrte Hitzetage erschweren den Städtetourismus, sinkende Grundwasserspiegel minimieren die Verfügbarkeit von Trinkwasser.

Unsere Gesundheit leidet ebenfalls unter der Hitze. Vor allem ältere und kranke Menschen zwingen die Hitzeperioden im Sommer zur Einschränkung ihrer gewohnten Lebensqualität. Hier können Adaptionen im Bereich Bauen und Wohnen wie z.B. Beschattungen und Bepflanzungen entgegenwirken.

Die steigenden Temperaturen führen auch dazu, dass Tiere und Pflanzen in kühlere Regionen zurückgedrängt oder gar ausgerottet werden, schaffen gleichzeitig aber auch Lebensraum für neue Arten. Unseren bestehenden Naturschutzgebieten sollten wir daher mehr Aufmerksamkeit schenken und diese pflegen und erweitern.